Stell dir vor, es gäbe eine Übung, die nur ein paar Minuten dauert, komplett ohne Equipment funktioniert – und dich Schritt für Schritt dabei unterstützt, dich selbst liebevoller anzunehmen.
Klingt fast zu gut, um wahr zu sein? Willkommen bei EFT Tapping, auch bekannt als Klopfakupressur.
Ich liebe diese Technik – nicht nur, weil sie schnell geht und sich easy in jede Morgen- oder Abendroutine einbauen lässt, sondern weil sie mir selbst in Phasen von Selbstzweifeln und Unsicherheit schon so oft geholfen hat, mich zu regulieren und innerlich weicher mit mir zu werden. Ich liebe es, meinen Klientinnen diese Technik als Hausaufgabe mitzugeben – um jeden Tag weiter an ihrer Selbstliebe und Selbstakzeptanz mit diesem einfachen Tool arbeiten zu können.
Gerade wenn du dich oft verstrickst in kritischen Gedanken à la „Ich bin nicht gut genug“, „Ich krieg das eh nicht hin“ oder „Alle anderen sind viel weiter“ – dann lies jetzt unbedingt weiter. Ich zeig dir, wie EFT Tapping funktioniert, warum es wirkt, und wie du es direkt anwenden kannst.

Wer schreibt hier? EFT-Expertin und Selbstliebe-Coach Angie Schulz
Hi, ich bin Angie. Neurobiologin, NLP & Hypnose-Lehrtrainerin und Coach für Selbstliebe und Selbstbewusstsein. Ich bin fasziniert davon, was unser Unterbewusstsein so alles veranstaltet, während wir glauben, völlig rational zu handeln. Ich glaube, dass die Themen, die uns am meisten belasten, oft dort liegen, wo wir selbst nicht so einfach hinschauen können. Deswegen zücken wir die Taschenlampe und leuchten gemeinsam in die dunklen Ecken und lösen alte Glaubenssätze und mistige Muster – wissenschaftlich fundiert, ohne Bullshit und mit ganz viel Selbstmitgefühl.

Was ist EFT Tapping überhaupt?
EFT Tapping steht für Emotional Freedom Techniques und wurde in den 90ern von Gary Craig entwickelt. Die Methode kombiniert Elemente aus der traditionellen chinesischen Medizin (Meridianlehre) mit moderner Psychologie. Kurz gesagt: Du klopfst mit den Fingern bestimmte Punkte auf deinem Körper – sogenannte Akupressurpunkte – während du laut aussprichst, was dich belastet, und dich anschließend selbst bestärkst.
Die Klopfsequenz aktiviert dein parasympathisches Nervensystem – also genau den Teil, der für Entspannung, Sicherheit und emotionale Regulation zuständig ist. Aber… ist da auch wirklich was dran, an dem Geklopfe?
EFT Tapping – Esoterischer Quatsch oder wissenschaftlich belegt?
Falls du mich schon ein bisschen kennst, weißt du wahrscheinlich: Ich bin keine Person, die einfach alles glaubt, nur weil es sich gut anhört. Mein innerer Wissenschafts-Nerd möchte immer erst verstehen, warum etwas funktioniert. Vielleicht bin ich deshalb auch Neurobiologin geworden. 😉
Genau deshalb habe ich mir die aktuelle Studienlage zu EFT genauer angeschaut. Und ich muss zugeben: Sie ist deutlich spannender, als ich erwartet hätte. Mehrere Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen zeigen Hinweise darauf, dass EFT unter anderem positive Effekte haben kann auf:
- Stress und die körperliche Stressreaktion (Stapleton et al., 2022)
- Ängste und Prüfungsangst (Nelms & Castel, 2016)
- Depressive Symptome* (Church et al., 2024)
- Traumabezogene Belastungen (PTBS)* (Bach et al., 2019)
- Emotionale Selbstregulation und Wohlbefinden (Church et al., 2024)
*Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Das Arbeiten mit Depressionen, Traumafolgestörungen oder eine Posttraumatische Belastungsstörung gehören in die Hände von ausgebildeten Psychotherapeut:innen oder Ärzt:innen. EFT kann hier – je nach Situation und in Absprache mit den Behandelnden – unterstützend eingesetzt werden, ersetzt aber keine Therapie.
Für Themen wie Stress, Selbstkritik, emotionale Selbstregulation, innere Unruhe, belastende Glaubenssätze oder alltägliche Ängste und belastende Gedanken sieht das anders aus. Genau hier erlebe ich EFT im Coaching als unglaublich wertvolle Methode – und auch die Forschung gibt hier die Hinweise, dass EFT Tapping ein wirksames, hilfreiches Tool sein kann. Denn es hilft vielen Menschen dabei, belastende Gefühle bewusst wahrzunehmen, ihr Nervensystem zu beruhigen, Stress-Peaks zu regulieren und neue Erfahrungen mit sich selbst zu machen.

EFT, Tapping und Neurobiologie: Wie wirkt das Klopfen?
Ich nehme immer gerne die Lupe heraus – ich will wissen, wie genau etwas funktioniert. Das finde ich besonders faszinierend.
So gibt es Hinweise darauf, dass das Klopfen nicht nur psychologisch wirkt, sondern über sensorische Reize tatsächlich messbare Veränderungen im Gehirn und Körper anstoßen könnte. In verschiedenen Studien wurden Veränderungen in Hirnregionen beschrieben, die an der Verarbeitung von Emotionen und der bewussten Selbstregulation beteiligt sind (nämlich u. a. im limbischen System). Gleichzeitig fanden Forschende Veränderungen biologischer Marker – darunter ein Rückgang des Stresshormons Cortisol, Veränderungen bestimmter Immun- und Entzündungsmarker sowie Hinweise darauf, dass sich sogar die Aktivität stressrelevanter Gene verändern könnte (Church et al., 2024). Und das alles durch KLOPFEN? Krass oder?
Es geht krass weiter, denn besonders spannend finde ich, dass diese Veränderungen nicht nur kurzfristig beobachtet wurden. Die Autor:innen der Übersichtsarbeit beschreiben, dass viele klinische Studien vergleichsweise schnelle Verbesserungen zeigten und diese Effekte häufig auch noch Monate später nachweisbar waren. Genau diese Kombination aus schneller Wirkung und guter Nachhaltigkeit macht EFT aus wissenschaftlicher Sicht so interessant (Church et al., 2024).
Noch ein Gedanke aus der Forschung hat mich sofort begeistert: Die Autor:innen vermuten, dass EFT die sogenannte Gedächtnisrekonsolidierung (Memory Reconsolidation) erleichtern könnte. Dahinter steckt die Idee, dass Erinnerungen nicht wie Fotos unveränderlich in unserem Gehirn gespeichert sind. Immer wenn wir sie abrufen, werden sie kurzfristig wieder formbar. Genau in diesem Moment besteht die Möglichkeit, sie mit einer neuen emotionalen Erfahrung wieder abzuspeichern.
Vereinfacht gesagt: Die Erinnerung bleibt – aber die emotionale Ladung, die sie bisher ausgelöst hat, kann sich verändern.
Und genau deshalb passt EFT für mich so gut zu Themen wie Selbstkritik, belastenden Glaubenssätzen oder mangelnder Selbstliebe. Es geht nicht darum, die Vergangenheit zu löschen oder sich etwas schönzureden. Es geht darum, dem Gehirn und dem Nervensystem eine neue Erfahrung zu ermöglichen.
Natürlich ist die Wirkung von EFT und Tapping noch nicht restlos entschlüsselt – die Forschung geht weiter. Aber: Es gibt bereits echt viele coole Hinweise darauf, dass diese Art des Klopfens ganz schön kraftvoll sein kann.
Und genau das liebe ich an Wissenschaft. Sie behauptet nicht, alles schon zu wissen. Sie sagt: „Das hier sehen wir. Das hier können wir messen. Und das hier versuchen wir gerade besser zu verstehen.“ Für mich ist das wesentlich glaubwürdiger als jedes Heilsversprechen.
Warum hilft EFT Tapping gerade bei Selbstliebe?
Weil viele unserer Selbstzweifel tief verankert sind. Sie sind nicht nur Gedanken – sie sind Reaktionen, die sich im Nervensystem eingenistet haben. Durch Prägungen, Erlebnisse oder Sätze, die wir zu oft gehört oder uns selbst gesagt haben.
EFT Tapping hilft dir dabei, diese alten Muster liebevoll zu unterbrechen. Während du klopfst, benennst du das, was dich belastet – und signalisierst deinem Körper gleichzeitig: Ich bin sicher. Genau das aktiviert die Selbstregulation: Dein Nervensystem fährt herunter, dein Stresslevel sinkt, du kommst zurück in Kontakt mit dir selbst.
Gerade beim Thema Selbstliebe ist das essenziell. Denn viele klassische Affirmationen, wie „Ich liebe mich“ triggern eher inneren Widerstand – wenn sie zu weit weg sind von deiner aktuellen Realität. Mit EFT Tapping schaffst du ein weiches, reguliertes Innenklima, in dem neue Gedanken wirklich Wurzeln schlagen können.
Kurz gesagt: Du klopfst nicht nur Punkte – du klopfst dich zurück in Verbindung.
Mit dir, deinem Körper, deinem Nervensystem.

So klopfst du richtig: Die EFT Tapping-Punkte in Reihenfolge
Beim EFT-Tapping klopfst du mit zwei bis drei Fingern sanft auf bestimmte Akupressurpunkte – meist 5–7 Mal pro Punkt. Du startest am Handkantenpunkt (Karatepunkt), um dich auf das Thema einzustimmen. Danach geht’s durch folgende Reihenfolge:
- Scheitel
- Augenbraue (Innenseite)
- Außenseite vom Auge
- Unter dem Auge
- Unter der Nase
- Kinn
- Schlüsselbein
- Unter dem Arm (BH-Höhe)
Während du klopfst, sprichst du entweder dein aktuelles Gefühl oder deine Affirmation laut aus. Bleib in Verbindung mit deinem Körper – das ist der Schlüssel.

Wie funktioniert EFT Tapping? (Deine Anleitung für mehr Selbstliebe)
👉 EFT Tapping Schritt 1: Das Thema erkennen
Woran merkst du gerade, dass es mit der Selbstliebe hakt?
Beispiel: „Ich kritisiere mich ständig, wenn ich in den Spiegel schaue.“
👉 EFT Tapping Schritt 2: Einstimmungssatz formulieren
Das ist der zentrale Satz, mit dem du beginnst. Er besteht aus zwei Teilen:
- Der Auslöser / das Gefühl
- Eine liebevolle Akzeptanz
Beispiel:
„Auch wenn ich mich gerade nicht schön finde, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.“
Sprich diesen Satz laut aus – während du den ersten Punkt, den Handkantenpunkt klopfst (die Außenseite deiner Hand, unterhalb des kleinen Fingers). Wiederhole ihn drei Mal, während du klopfst.
💡 Wichtig: Hier ist es nicht wichtig, ob du gerade schon den zweiten Teil des Satzes (liebevolle Akzeptanz) bereits wirklich spüren kannst. Hier geht es um den Prozess – sage ihn, auch wenn er sich noch etwas eckig anfühlt!
👉 EFT Tapping Schritt 3: Die Klopfrunde
Jetzt klopfst du dich durch die klassischen EFT Tapping-Punkte – während du alles aussprichst, was du gerade fühlst. Hier habe ich ein paar Beispiele für dich formuliert – passe diese Sätze so an, wie sie dir gerade in den Sinn und ins Gefühl kommen.
- Scheitelpunkt – „Ich kritisiere mich härter als jeder andere.“
- Augenbraue (Innenkante) – „Ich verurteile mich für mein Aussehen.“
- Außenseite vom Auge (Schläfe) – „Ich vergleiche mich ständig mit anderen.“
- Unter dem Auge – „Ich glaube, ich bin nicht schön genug.“
- Unter der Nase – „Dieser Druck, perfekt sein zu müssen.“
- Kinn – „Ich fühle mich oft nicht liebenswert.“
- Schlüsselbein – „Ich möchte lernen, mich selbst anzunehmen.“
- Unter dem Arm (BH-Höhe) – „Ich bin es so leid, gegen mich zu kämpfen.“
💡 Tipp: Sprich frei, ehrlich und intuitiv – alles darf da sein. Du darfst wütend, traurig, müde oder hoffnungsvoll sein. Es geht nicht ums Schönreden, sondern ums Fühlen.
👉 EFT Tapping Schritt 4: Neue Selbstliebe integrieren
Atme tief durch. Spüre, was da ist.
Mach eine zweite, dritte oder vierte Runde – mit dem, was jetzt neu und anders da ist. Vielleicht hat sich dein Ankersatz leicht verändert. Vielleicht möchtest du ein paar positive Affirmationen sanft einklopfen. Beginne wieder beim Handkantenpunkt und arbeite dich über den Scheitel über alle Punkte wieder weiter nach unten.
Hilfreiche, sanfte, positive Affirmationen könnten so klingen:
- „Ich bin auf dem Weg, mich selbst mit anderen Augen zu sehen… und ich liebe und akzeptiere mich so, wie ich bin.“
- „Ich entscheide mich für Mitgefühl statt Selbstkritik…. und ich liebe und akzeptiere mich so, wie ich bin.“
- „Ich erlaube mir, mich selbst liebevoll zu begleiten… und ich liebe und akzeptiere mich so, wie ich bin.“
💡 Tipp: Bleibe bei der Formel: „[Dein Thema], liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.“ auch bei positiven Affirmationen. Das ist die Magie des EFT.
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Selbstliebe-Coaching & EFT Tapping: Wenn du tiefer tauchen willst
EFT Tapping ist ein wunderbares Tool für den Alltag – aber manchmal sitzt der Schmerz oder die Selbstverurteilung so tief, dass du allein nicht weiterkommst. Im Coaching können wir gemeinsam die Ursache deiner Selbstzweifel finden, emotionale Blockaden lösen und neue Wege der Selbstannahme gehen.
Ich arbeite mit Methoden wie:
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EFT Fazit: Deine Selbstliebe ist klopfbereit ✨
Du brauchst keine perfekten Tage, keinen Healy und auch kein spirituelles Erwachen, um dich selbst liebevoller zu behandeln. Alles, was du brauchst, hast du schon in dir – und mit ein paar Fingern und den richtigen Worten kannst du täglich einen kleinen Schritt in Richtung Selbstannahme gehen.
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Viele Menschen suchen nach einer schnellen Klopfanleitung, fertigen Sätzen oder den richtigen Klopfpunkten. Das ist ein guter Anfang. Doch oft liegt die eigentliche Herausforderung nicht im Klopfen selbst, sondern darin zu erkennen: Was fühle ich gerade eigentlich? Was steckt hinter diesem Gefühl? Und wie formuliere ich daraus einen wirksamen EFT-Satz?
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EFT Tapping FAQ: Häufige Fragen – kurze Antworten
Was ist EFT Tapping?
EFT (Emotional Freedom Techniques) – auch Klopfakupressur oder Tapping genannt – ist eine Methode der emotionalen Selbstregulation. Dabei werden bestimmte Akupressurpunkte sanft beklopft, während gleichzeitig belastende Gedanken, Gefühle oder Glaubenssätze bewusst wahrgenommen werden. Ziel ist es, Stress zu reduzieren und das Nervensystem zu beruhigen.
Funktioniert EFT wirklich?
Die Studienlage zu EFT ist deutlich besser, als viele vermuten. Mehrere Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen zeigen positive Effekte unter anderem bei Stress, Angst, emotionaler Belastung und der Selbstregulation. Gleichzeitig wird weiter daran geforscht, welche Wirkmechanismen genau hinter EFT stehen. Als Neurobiologin finde ich genau das besonders spannend.
Ist EFT Tapping wissenschaftlich belegt?
Ja – zumindest für einige Anwendungsbereiche. Studien zeigen Hinweise auf positive Effekte bei Stress, Ängsten, depressiven Symptomen, traumabezogenen Belastungen und der emotionalen Selbstregulation. Für einige Fragestellungen ist die Evidenz bereits recht gut, andere Bereiche werden aktuell noch erforscht. Deshalb lohnt sich immer ein differenzierter Blick auf die Studienlage.
Wie wirkt EFT Tapping im Gehirn?
Die Forschung geht davon aus, dass das Klopfen sensorische Reize erzeugt, die die Verarbeitung von Emotionen im Gehirn beeinflussen können. Studien zeigen außerdem Veränderungen biologischer Marker wie Cortisol, sowie Hinweise auf Veränderungen in Hirnregionen, die an Emotionen und Selbstregulation beteiligt sind. Diskutiert wird außerdem, dass EFT die sogenannte Gedächtnisrekonsolidierung unterstützen könnte – also das neue und veränderte Abspeichern alter Erfahrungen.
Wobei kann EFT Tapping helfen?
Viele Menschen nutzen EFT unter anderem bei:
Stress
Prüfungsangst
Selbstzweifeln
belastenden Glaubenssätzen
emotionaler Überforderung
innerer Unruhe
Lampenfieber
Selbstkritik
Bei schweren psychischen Erkrankungen oder Traumafolgestörungen sollte EFT jedoch nur im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung oder ergänzend dazu eingesetzt werden.
Kann ich EFT selbst anwenden?
Ja. Für viele Alltagsthemen wie Stress, innere Unruhe oder Selbstzweifel eignet sich EFT sehr gut als Selbstcoaching-Methode. Gerade zu Beginn kann es hilfreich sein, die Technik gemeinsam mit einer erfahrenen Begleitung zu lernen, um die passenden Themen und Formulierungen zu finden – beispielsweise mit einem Coach oder in einem qualifizierten Kurs (Online oder in Präsenz).
Wie oft sollte ich Klopfen mit EFT anwenden?
Es gibt keine feste Regel. Viele Menschen nutzen EFT immer dann, wenn sie merken, dass Stress oder belastende Gefühle auftauchen. Andere integrieren das Klopfen täglich als kurze Routine. Entscheidend ist weniger die perfekte Häufigkeit als die Regelmäßigkeit.
Wie lange dauert eine EFT-Klopfrunde?
Eine typische EFT-Klopfrunde dauert meist zwischen drei und zehn Minuten. Je nach Thema können mehrere Runden sinnvoll sein. Bei komplexeren Glaubenssätzen oder emotional belastenden Erfahrungen reicht eine einzelne Runde häufig nicht aus: Hier kann es hilfreich sein, eine weitere Ressource, wie beispielsweise einen erfahrenen Coach, hinzuzuziehen.
Ist EFT dasselbe wie Akupunktur?
Nein. Beide Methoden nutzen ähnliche Meridiane beziehungsweise Akupressurpunkte. Bei EFT werden diese Punkte jedoch mit den Fingern sanft beklopft und gleichzeitig belastende Gedanken oder Gefühle bewusst aktiviert. Es werden keine Nadeln verwendet.
Kann EFT Tapping bei Selbstliebe helfen?
Ja, aus meiner Erfahrung als Coach kann EFT eine wunderbare Methode sein, um belastende Glaubenssätze, starke Selbstkritik oder emotionale Blockaden rund um das Thema Selbstliebe zu bearbeiten. Das Ziel ist dabei nicht, sich positive Gedanken einzureden, sondern dem Gehirn und dem Nervensystem neue emotionale Erfahrungen zu ermöglichen.
Kann EFT ein Coaching oder eine Therapie ersetzen?
Nein. EFT ist eine wirksame Methode, ersetzt aber weder eine Psychotherapie noch eine ärztliche Behandlung, sollten diese erforderlich sein.
Für „alltäglich belastende“ Themen wie Stress, Selbstzweifel, Selbstkritik oder belastende Glaubenssätze eignet sich EFT hervorragend im Coaching.
Bei Depressionen, Traumafolgestörungen oder anderen psychischen Erkrankungen hingegen sollte die Behandlung durch entsprechend qualifizierte Fachpersonen erfolgen – also Therapeut:innen oder Ärzt:innen.
Coaching kann auch hier eine wertvolle Ergänzung sein, ersetzt jedoch keine Therapie und sollte in diesen Fällen nur in Rücksprache mit Therapeut:innen erfolgen.
Was sage ich während des Klopfens bei EFT?
Es gibt keine perfekten Sätze. Meist beginnt eine Klopfrunde mit einer Annahmeformel wie: „Auch wenn… (ich mich gerade gestresst fühle), liebe akzeptiere ich mich so, wie ich bin.“ Anschließend werden die belastenden Gefühle oder Gedanken während des Klopfens benannt. Wichtig ist dabei vor allem Ehrlichkeit – nicht positives Denken.



